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Emerging Economies

Als Emerging Economies (Schwellenländer) werden allgemein jene Volkswirtschaften verstanden, die sich mit großer Geschwindigkeit vom Entwicklungs- zum Industrieland entwickeln bzw. entwickelt haben. An der Spitze dieser Länder stehen die so genannten BRIC(S)-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika), gefolgt von den "Next Eleven" (Ägypten, Bangladesh, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Südkorea, Türkei, Vietnam). Sowohl in der wissenschaftlichen Literatur als auch auf Ebene der supranationalen Organisationen variieren die Anzahl der zur Gruppe der Schwellenländer gezählten Staaten jedoch stark. Eine einheitliche Definition liegt nicht vor.
Seit Jahren sind diese Länder - allen voran natürlich China - bevorzugte Ziele für Direktinvestitionen der westlichen Industrienationen. 2010 hatten die ausländischen Direktinvestitionsbestände in den Emerging Economies ein Volumen von über einer Billion US-Dollar (UNCTAD 2012).
Laut einem jüngst veröffentlichten Bericht der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD 2011) kommen umgekehrt jedoch 26 Prozent der globalen Direktinvestitionen im Ausland mittlerweile aus Schwellenländern. Besonders die so genannten BRIC-Staaten treiben diese Entwicklung stetig voran.
Auch in Deutschland treten Unternehmen aus diesen aufstrebenden Volkswirtschaften zunehmend als Aufkäufer, Fusionspartner oder Investoren auf. Im Jahr 2009 hatten die Direktinvestitionen aus den BRIC-Ländern in Deutschland ein Bestandsvolumen von rund 3,7 Mrd. Euro er- reicht (Deutsche Bundesbank 2011). Der Großteil entstammte dabei der Russischen Föderation (2,7 Mrd. Euro), die historisch, geo- graphisch und kulturell sicherlich den besten Zugang zum deutschen Markt besitzt. China hatte 629 Mio. Euro, Indien 254 Mio. Euro und Brasilien 142 Mio. Euro investiert.
Im Vergleich zu den insgesamt rund 470 Mrd. an Direktinvestitionen in Deutschland, von denen z. B. 36 Mrd. Euro auf die USA, 32 Mrd. Euro auf die Schweiz und 14 Mrd. Euro auf Japan entfallen, erscheinen die Investitionsvolumina wohl noch recht unbedeudent. Allerdings muss man davon ausgehen, dass bei Weitem nicht alle Investitionen statistisch erfasst werden. Die vorliegenden Zahlen zeigen daher zweifelsohne einen Trend auf, der in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen wird.

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